Anthropic hat gerade dem Pentagon eine Absage erteilt. Dann hat ihr größter Rivale sie unterstützt. Das Verteidigungsministerium gab Anthropic eine Frist bis Freitag um 17:01 Uhr. Die Sicherheitsvorkehrungen gegen Massenüberwachung und vollautonome Waffen aufgeben. Oder den Vertrag über 200 Millionen Dollar verlieren und als Risiko in der Lieferkette eingestuft werden. Amodei: „Diese Drohungen ändern unsere Position nicht. Wir können in gutem Gewissen nicht auf ihre Anfrage eingehen.“ „Risiko in der Lieferkette“ ist eine Bezeichnung, die typischerweise auf ausländische Gegner gestempelt wird. Es hätte jede kritische Partnerschaft, die Anthropic hat, gefährdet. Er hielt trotzdem die Linie. Dann ging Sam Altman zu CNBC. Altman: „Ich persönlich denke nicht, dass das Pentagon diese Unternehmen mit dem DPA bedrohen sollte.“ Die beiden härtesten Rivalen im Bereich KI haben gerade öffentlich die gleiche rote Linie gezogen. Gleichzeitig. Ohne Koordination. Ohne gemeinsame Erklärung. Nur zwei Wettbewerber, die unabhängig zu dem Schluss kommen, dass einige Grenzen nicht überschritten werden können. Altman: „Für all die Unterschiede, die ich mit Anthropic habe, vertraue ich ihnen als Unternehmen größtenteils, und ich denke, sie kümmern sich wirklich um Sicherheit.“ Altman und Amodei lehnten es ab, sich bei einem Gruppenfoto auf dem KI-Gipfel in Indien letzte Woche die Hände zu schütteln. Heute verteidigte Altman ihn im Live-Fernsehen. 70 OpenAI-Mitarbeiter unterzeichneten einen offenen Brief mit dem Titel „Wir werden nicht geteilt.“ Google-Ingenieure äußerten Unterstützung. Die Branche vereinte sich innerhalb von Stunden. ...